Konfetti – mal laut und mal leise

Holler Auf allerlei liebgewonnene Effekte in Musik, Wort, Bild, Ton, Licht und Technik ist das zahlreiche Stammpublikum der inzwischen bereits 19. Auflage der Hollerer Neujahrskonzerte bereits „spezialisiert“, und trotzdem gibt es immer wieder Neues zu entdecken. Beim Konfetti-Knall beispielsweise stellt sich – insbesondere für die Besucher in den vorderen Reihen – die spannende Frage: „Wann kommt er?“ Dass Konfetti aber auch leise rieseln kann, zeigten heuer die selbst gebauten „Konfetti-Maschinen“.

Die erzählte „Story“ kam diesmal kulinarisch daher: Die frisch gebackene Kochgesellin (Leonie Stahlberg) hat in ihrer ersten Festanstellung zunächst allerlei Probleme mit Ungeziefer, nörgelnden Gästen (Dieter Lehmann) und gleichgültigen Chefs (Balthes Meyer). Wie gut, dass wenigstens ihre Oma (Julia Rüter) zu ihr hält. Aber alles wendet sich zum Guten und mit dem von „Taktuell“-Reporterin Daniela Pehl überreichten Hauptgewinn aus einem Kochwettbewerb kann sie sich schließlich ihren Traum vom eigenen Restaurant, dem „RATATOUILLE“, erfüllen. Ob die Kellnerin (Stefanie Hübner) und die feschen Barkeeper (Björn Best, Helmut Schmidt) hier mit übernommen werden, bleibt ungeklärt.

Bis zur Eröffnung des „RATATOUILLE“ ist es ein musikalisch langer, aber äußerst unterhaltsamer Weg. Um es gleich vorwegzunehmen: Gerade die drei jeweils etwa vierzig Mitglieder zählenden Nachwuchsorchester musizieren – das bestätigen immer wieder viele begeisterte Konzertbesucher – bereits auf einem sehr beachtenswerten Niveau. Mit ihren Dirgenten/-innen Franziska Tophofen (Vororchester), Stefan Weidenfeller (Ausbildungsorchester) sowie Carolin Arndt und Marcus Müller (Jugendorchester) boten sie mit Rock/Pop („Counting Stars“, „Shut up and Dance“, „Queen in Concert“), Filmmusik („Jurassic Park“, „Corpse Bride“, „Highlights from Ratatouille“) und Sinfonischer Blasmusik („Flight“) beste Unterhaltung, die mit der Zugabe „Runaway Baby“ einen rasanten Abschluss des ersten Konzertteils fand; aber nicht, bevor die pedantische Lebensmittel-Kontrolleurin (Lara-Marie Heibel) „den Laden“ für’s Erste geschlossen hatte.

Nach der Pause startete das 75-köpfige Sinfonische Blasorchester mit seinem neuen Dirigenten Ulrich Reifenrath in die „Generation Golf“, einer Selection aus Nummer-Eins-Hits der 70er und 80er Jahre, z.b „Final Countdown“, Gary Moore’s „Still got the Blues“ und George Michael’s „Wake me up…” und setzte hier ein erstes mitreißendes Ausrufezeichen. Ob mit englischen Originalkompositionen aus Percy A. Grainger’s Meisterwerk „Lincolnshire Posy“, flotten Rhythmen in „Caribbean Hideaway“, einer klangvollen Version von „Beauty and the Beast“, der weniger bekannten, aber nicht minder eindrucksvollen Filmmusik „Children of Sanchez“, dem immer wieder gern gehörten „Florentiner Marsch“ oder noch einmal ganz sinfonisch mit dem anspruchsvollen „Raise of the Son“: Durchweg durften sich Dirigent und Musiker/-innen über lang anhaltenden Applaus freuen.

Eine Vielzahl von gekonnt gespielten Soli hier namentlich zu nennen würde den Rahmen sprengen. Nicht ungenannt bleiben darf aber Sängerin Theresa Keller, die mit „Don’t stop believin‘“ und dem wunderbaren Silbermond-Song „Irgendwas bleibt“ bei Publikum und Orchester bestens angekommen ist.

Für die Technik verantwortlich zeichnete in bewährter Form Marius Ferdinand mit einem eingespielten Team, das Layout sowie die Filmeinspielung stammten wie üblich von Janine Keßler (BlueReh Media) und in weiteren heiteren Nebenrollen waren Palmira Schmitz und Armin Hannappel zu sehen.

Neben seinen Dankesworten an das gesamte Vorbereitungs- und Helferteam konnte der Vorsitzende Theo Ferdinand zahlreiche Ehrengäste begrüßen: Ortsbürgermeister Uwe Meyer, Landrat Achim Schwickert, Stadtbürgermeisterin und MdL Gabi Wieland, der alte und der neue VG-Bürgermeister Edmund Schaaf und Ulrich Richter-Hopprich, MdB Dr. Andreas Nick und MdL Dr. Tanja Machalet lassen es sich seit Jahren nicht nehmen, beim Jahresauftakt des Musikvereins und Jugendmusikvereins Holler dabei zu sein.

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